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Nach intensiven Verhandlungen haben sich Geschäftsführung, Betriebsrat und Belegschaft der
arvato services-Unternehmen im Kreis Gütersloh jetzt auf konkrete Maßnahmen zur langfristigen Absicherung
der Arbeitsplätze verständigt. Ein Kernpunkt des so genannten Zukunftspakets II ist die Weiterführung der
unbefristeten Arbeitsplatzgarantie für 2.900 statt bislang 2.800 Stammkräfte. Zudem schließt das Unternehmen
betriebsbedingte Kündigungen ohne Zustimmung des Betriebsrats bis zum 31. Dezember 2010 aus und zahlt –
wenn in den kommenden Jahren festgelegte Renditeziele erreicht werden – einen zusätzlichen Erfolgslohn von
bis zu 55 Prozent eines Monatsgehalts. Im Gegenzug haben sich mehr als 98 Prozent der arvato services-Mitarbeiter
am Standort einzelvertraglich dazu verpflichtet, ab April dieses Jahres 40 statt bislang 38 Stunden pro Woche
bei gleichem Entgelt zu arbeiten. Diese beeindruckende Quote ist eine hervorragende Basis, um zukünftig die
bestehenden Arbeitsplätze abzusichern, neue Aufträge für die Unternehmen in und um Gütersloh zu akquirieren
und damit weitere Arbeitsplätze zu schaffen
, so Rolf Buch, Mitglied im Vorstand der arvato AG. Für das Vertrauen,
das unsere Mitarbeiter uns mit Ihrer Zustimmung entgegen bringen, danke ich jedem einzelnen.
Auch der Betriebsratsvorsitzende Oswald Lexer zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: Wir haben viele
Gespräche mit der Geschäftsführung geführt und gemeinsam eine Lösung gefunden, die – wie die Zustimmungsquote
mehr als deutlich belegt – die Belange und Interessen der Mitarbeiter umfassend berücksichtigt.
Er freue
sich, dass fast alle Kolleginnen und Kollegen den Weg mitgingen und es gelungen sei, die Arbeitsplatzgarantie
auszudehnen. Lexer machte aber auch deutlich, dass er jetzt das Unternehmen in der Pflicht sieht: Die Mitarbeiter
haben Zugeständnisse gemacht, die wir als Betriebsrat vertreten können, denn das geschnürte Paket ist für beide
Seiten ausgewogen. Jetzt ist es Aufgabe des Managements, die Mehrarbeit der Mitarbeiter zu nutzen und weiteres
Wachstum hier am Standort zu generieren.
Hintergrund und Auslöser für die Erarbeitung des Zukunftspakets II ist die verschärfte Wettbewerbssituation auf den Dienstleistungsmärkten, die dazu geführt hat, dass die Preise gefallen und die Unternehmen von arvato services im Kreis Gütersloh immer stärker unter Druck geraten sind. Hinzu kommt, dass die Lohnkosten im Kreisgebiet deutlich über denen an anderen arvato-Standorten und auch über denen der Wettbewerber liegen, die zudem fast alle bereits seit längerem 40 und mehr Stunden arbeiten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Gütersloh langfristig abzusichern, haben Arbeitgeber und Betriebsrat während des vergangenen halben Jahres die jetzt verabschiedete Vereinbarung ausgehandelt.
BU: Freuen sich über die hohe Zustimmung zum Zukunftspaket II (v.l.n.r.): Kurt Henze, Personalleiter arvato direct services, arvato-Vorstand Rolf Buch, Christa Gomez, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Betriebsrats-vorsitzender Oswald Lexer und arvato-Personalchef Dr. Wolfgang Sonnabend.
